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In meinen Arbeiten findet sich immer wieder die Inszenierung des Phänomens
Licht. Licht lässt Farbe, Licht lässt Leben existieren. Meine
transparente Malweise lässt das Licht durch die Farbe scheinen Die
Reflexion des Lichtes aus dem Hintergrund ergibt Raum – einen Licht-Farb-Raum.
Die Lichtflut und ihr Leuchten - Licht ist etwas positives, einen Licht-Blick
- will ich sichtbar machen. Mir sind Ruhe und Harmonie wichtig - wohltuender
Gegenpol zu der heutigen reizüberfluteten bunten Medienwelt; Farbigkeit
ist hierbei kein Hindernis.
Senkrechte und waagerechte Linien geben dem Auge Halt. Meist sind es abstrakte
Kompositionen – ab und zu finden sich Hinweise auf Konkretes. In
den achtziger Jahren war ich schlechthin als „der Fensterkünstler“
bekannt. Collagen in Fenstern, Fensterflügeln, Oberlichtern nahmen
meist politische und gesellschaftliche Themen auf. In deren Gestaltung
war damals schon die Wirkung des Lichtes ausschlaggebend. Das verwendete
Ausgangsmaterial - das Fenster - war ein bestimmendes Element. Logischerweise
gehört auch die Fotografie zu den Medien, die ich gerne nutze.
Malerei, Grafik und Objekte wurden in meiner Arbeit Ende der Achtziger
grundlegender. Die Hinwendung Das Hinführen zur Meditation, zur Ausgeglichenheit
statt zu einer konkreten Stellungnahme, ist nun mein Weg.
Meine Arbeiten entstehen auf Leinwand, grundierten Malplatten, Papier,
Karton oder Marmorsteinen. In zahlreichen auf- und abgetragenen Schichten
und Überlagerungen und unter Verwendung von feinsten, hochlichtechten
Künstlerfarben wächst die Komposition heran.
Meinen Malstil bezeichne ich als malerisch und konstruktiv zugleich. Ein
Widerspruch? Nein, denn die freien malerischen Elemente, verbunden mit
nach Ordnung strebender grafischer Konstruktion, ergeben ein ausgewogenes
Spannungsverhältnis.Licht wirkt als Ruhepol.
Ich möchte, dass meine Bilder immer etwas neues geben, jeden Tag.
Eckhard Meier-Wölfle
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